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Behandlungen gegen Haarausfall

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Das Verständnis der erblichen Ursachen und der verschiedenen Formen von Haarausfall ist entscheidend für einen besseren Schutz Ihrer Haare. Haarausfall kann viele Ursachen haben, und die genaue Ursachenfindung ist unerlässlich für die Wahl der richtigen Behandlung.

Erblich bedingter Haarausfall: androgenetische Alopezie


Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls und steht in direktem Zusammenhang mit einer genetischen Veranlagung und einer erhöhten Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT.

Oft beginnt es schon im Alter von 20 bis 30 Jahren mit einer fortschreitenden Ausdünnung des Haares an den Schläfen und am Oberkopf, die unbehandelt zu irreversibler Kahlheit führen kann.


  • Genetische Veranlagung, die von beiden Elternteilen vererbt wird.

  • Zugelassene Behandlungen: Minoxidil für Männer und Frauen, Finasterid nur für Männer.

  • Die Haartransplantation ist nach wie vor die beste Lösung zur dauerhaften Wiederherstellung kahler Stellen.

  • Für eine genaue Diagnose ist eine umgehende Konsultation eines Dermatologen unerlässlich.


Hormonell bedingter Haarausfall

Hormonelle Schwankungen, insbesondere während der Schwangerschaft, nach der Geburt, in den Wechseljahren oder bei polyzystischem Ovarialsyndrom, können vorübergehenden oder fortschreitenden Haarausfall verursachen.


Bei Frauen beschleunigt der Rückgang des Östrogenspiegels und der relative Anstieg des Androgenspiegels den Haarzyklus, was zu diffusem Haarausfall auf der gesamten Kopfhaut führt.

Durch eine angemessene medizinische Überwachung können diese hormonellen Ursachen identifiziert und die Behandlungen entsprechend angepasst werden.


Emotionen: Stress und emotionale Schocks

Intensiver oder anhaltender Stress kann zu Telogen-Effluvium führen, einem Haarausfall, der durch diffusen Haarausfall auf der gesamten Kopfhaut gekennzeichnet ist.


Dieses Phänomen ist oft reversibel und tritt in der Regel 2 bis 3 Monate nach dem Stressereignis auf. Mit der richtigen Behandlung ist ein Nachwachsen innerhalb weniger Monate möglich.


  • Telogenes Effluvium: ein reversibles Phänomen, das Tausende von Haaren gleichzeitig betrifft.

  • Kombinierte Ansätze: Stressmanagement, Entspannungstechniken, individuell abgestimmte Nahrungsergänzungsmittel.


Reaktiver Haarausfall

Dieser Abfall tritt als Reaktion auf verschiedene äußere oder innere Faktoren auf, wie zum Beispiel schwere Mangelernährung, systemische Erkrankungen, aggressive medikamentöse Behandlung oder einen erheblichen physischen Schock.


Er äußert sich als diffuser und vorübergehender Haarausfall, der oft leicht an einem deutlichen Überschuss an Haaren beim Bürsten oder Haarewaschen erkennbar ist.

Die Behandlung basiert in erster Linie auf der Identifizierung und Behebung der zugrunde liegenden Ursache.


Saisonbedingter Haarausfall: ein natürliches Phänomen


Saisonbedingter Haarausfall tritt üblicherweise im Herbst und Frühling auf und hängt mit einem natürlichen Haarzyklus zusammen, der von Schwankungen des natürlichen Lichts und der Temperatur beeinflusst wird.

Sie ist vorübergehend (2-4 Wochen) und erfordert normalerweise keine spezielle Behandlung, aber eine gute Haarhygiene und eine ausgewogene Ernährung können ihre Intensität begrenzen.


Vernarbende Alopezie: irreversibler Haarausfall

Diese seltene und schwerwiegende Form ist auf die dauerhafte Zerstörung der Haarfollikel durch chronische Entzündungs- oder Infektionsprozesse zurückzuführen (Lupus, Lichen planus, schwere Verbrennungen).

Sie ist gekennzeichnet durch kahle Stellen mit glatter, glänzender Haut und manchmal sichtbaren Entzündungszeichen.


Eine frühzeitige Diagnose ist absolut entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung mit wirksamen entzündungshemmenden Behandlungen einzudämmen.


Traktionsalopezie: eine Folge von zu engen Frisuren

Verursacht durch anhaltende und wiederholte mechanische Spannung auf das Haar (enge Zöpfe, schwere Extensions, sehr straffe Pferdeschwänze), führt dies zu lokalisiertem Haarausfall, der oft an den Schläfen oder der Stirn sichtbar ist.


  • Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, ermöglicht eine Änderung der Haarpflegegewohnheiten ein vollständiges Nachwachsen der Haare.

  • Bei einer über mehrere Jahre andauernden Verletzung kann der Verlust dauerhaft werden.


Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall): eine Autoimmunerkrankung, die zu Haarausfall führt


Diese Autoimmunerkrankung verursacht einen plötzlichen und lokalisierten Haarausfall in runden Flecken, der bis zum vollständigen Verlust der Kopfhaut (totale Alopezie) oder der gesamten Körperbehaarung (universelle Alopezie) fortschreiten kann.


  • Behandlung: lokale oder injizierte Kortikosteroide, Immunmodulatoren für schwere Fälle.

  • Psychologische Unterstützung ist angesichts der emotionalen Belastung unerlässlich.

  • In vielen Fällen ist eine spontane oder induzierte Remission möglich.

 
 
 

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